Öffentliche Veranstaltung in Frankfurt

Samstag, 6. Juni 2020, 19:30 Uhr

Einweihung und Amtsbefugnis
Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz

Dr. Thomas Steckenreiter

Ort: Logenhaus, 2. Stock, Kaiserstr. 37, 60329 Frankfurt am Main

Das Programm wird fortgesetzt, wir treffen uns unter Einhaltung der Hygienerichtlichen und des Abstandsgebotes.

 

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Im frühen 17. Jahrhundert traf sich in Tübingen ein Kreis von Philosophen und Gottessuchern, zu dem neben Jakob Böhme auch Johann Valentin Andreae gehörte, der als Verfasser der Chymischen Hochzeit des Christian Rosenkreuz in die Literaturgeschichte einging. Warum schrieb er dieses Buch? Seine Brüder und er wollten den Einweihungsweg der Rosenkreuzer in Worte fassen. Nun ist es aber fast unmöglich, das initiatorische Gradsystem zu beschreiben, da das meiste auf nonverbalen Ebenen geschieht und sich auch die Wirksamkeit von Ritualen in geweihten Tempelhallen jeglicher Schilderung entzieht. So kam die Idee auf, eine fantasievolle Schrift mit der Kunstfigur Christian Rosenkreuz zu verfassen. Die Literatur-Experten suchen noch heute vergeblich nach historischen Fakten, denn sie werden geschickt auf Irrwege geführt. Da fortwährend von einem höfischen Hochzeitsfest die Rede ist, stufen sie diese Schrift als skurrile Kritik an dem damaligen Adel ein. Diejenigen hingegen, die durch das Gradsystem der Rosenkreuzer schreiten, merken sehr bald, wie sie mit Symbolen aus der Alchemie gespeist werden, welche ihren eigenen Werdegang auf amüsante Weise in den Fokus rücken. In diesem Vortrag werden die Allegorien aus der Sicht der Bruderschaft vom Rosenkreuz aufgezeigt, um einen tieferen Zugang zu der Unio mystica und den Fundamenten R.C. zu gewinnen.

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